SEIT JAHRZEHNTEN ENGAGIERT FÜR GESUNDHEIT.

Eine Geschichte geprägt von innovativem Gründergeist

Seit der Gründung fördert die Stiftung die Gesundheitsversorgung in der Deutschschweiz, von Thermalbädern über Rehabilitation und Prävention bis hin zu Reintegration und gesundheitsfördernder Stadtentwicklung.

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Vom Zufallsfund zur Erfolgsgeschichte: die Entwicklung von Bad Zurzach im Überblick

Die Entdeckung des Thermalwassers legte den Grundstein für eine beeindruckende Entwicklung: Vom kleinen Kurort bis zur modernen Gesundheitsdestination. In unserem Zeitstrahl erfahren Sie die spannendsten Stationen dieser Geschichte, von den ersten Bohrungen bis zu den heutigen Projekten der Stiftung.

1914

1954

1955

1956

1957

1964

1971

1973

1985

1991

2018

2021

2022

2022

2023

2025

1914

Entdeckung des Bad Zurzacher Thermalwassers

Anfang des 20. Jahrhunderts führte die Schweizerische Sodafabrik im Kanton Aargau Sondierbohrungen durch, in der Hoffnung, wertvolle Salzvorkommen zu erschliessen. Stattdessen machte man eine überraschende Entdeckung: In einer Tiefe von 416 Metern sprudelte plötzlich eine 38 °C warme Thermalquelle aus dem Bohrloch.

Untersuchungen zeigten, dass es sich um ein hochwertiges Heilwasser handelte, genauer gesagt um eine alkalische Glaubersalz-Therme, die sich durch besondere gesundheitsfördernde Eigenschaften auszeichnet.

Die Funde weckten grosses Interesse: Der Grosse Rat des Kantons Aargau bewilligte sogar einen Kredit, um weitere Bohrungen zu ermöglichen. Doch die Pläne wurden durch den Ersten Weltkrieg und fehlende finanzielle Mittel gestoppt, das Bohrloch wurde schliesslich wieder verschlossen.

1955 Bohrturm 1914
1954

Der Thermalquellenfonds: Grundlage für die Wiedererbohrung

Dr. Martin Erb, seit 1923 Arzt in Bad Zurzach, setzte sich unermüdlich dafür ein, eine erneute Erbohrung der Thermalquelle zu ermöglichen. Sein Ziel: Interessenten zu mobilisieren und die notwendigen Mittel aufzubringen, zunächst jedoch ohne Erfolg.

Bereits 1926 wurde auf Antrag der Thermalquellenkommission ein Thermalquellenfonds eingerichtet. Die Gemeinde zahlte darin jährlich einen festen Betrag ein, «damit Vorbereitungen getroffen werden konnten, wenn Private die Finanzierung wagen würden».

Auf Initiative des «Quellenvaters» Dr. Martin Erb stellte sich schliesslich eine kleine Gruppe diesem Wagnis. Der Fonds war bis 1954 auf 41’753.75 Franken angewachsen und wurde von der Gemeinde diesem Gremium zur Verfügung gestellt. Gemeinsam mit Paul Weber und Dr. Walter Edelmann gelang es Dr. Erb, weitere Aktionäre zu gewinnen, so kamen die fehlenden 90’000 Franken für die entscheidende Bohrung zusammen.

1955 Edelmann Weber 1954
1955

Die Erbohrung der Thermalquelle in Bad Zurzach

Am 5. September 1955 wurde in einer Tiefe von 429,6 Metern die 40 °C warme Thermalquelle von Bad Zurzach entdeckt. Die Nachricht verbreitete sich in Windeseile, und alle Kirchenglocken läuteten, um das historische Ereignis zu feiern. Dies markierte den Wendepunkt für Bad Zurzach: Der kleine Ort wurde auf dem Weg zum bedeutenden Kurort von nationaler Bedeutung.

Zum ersten Präsidenten der Thermalquelle AG wurde Dr. Walter Edelmann gewählt, einer der wichtigsten Förderer der Kurortentwicklung. Mit seiner Initiative begann die Erfolgsgeschichte des Zurzacher Thermalwassers.

Um das heilsame Wasser der Bevölkerung zugänglich zu machen, entstanden zunächst provisorische Baracken, später folgten ein Doppelbassin und Liegeräume. Das Thermalbad Zurzach erfreute sich schon bald grosser Beliebtheit, und der Ausbau des Kurortes drängte sich auf.

Heute gilt das Thermalwasser als Quelle von Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensqualität und bildet bis heute das Fundament für die Entwicklung der gesamten Region.

1955 Quelle
1956

Die Entstehung des Thermalbads Zurzach

Als in Zurzach erstmals das heilsame Thermalwasser erschlossen wurde, wollte man es der Bevölkerung so schnell wie möglich zugänglich machen. Innert kürzester Zeit entstanden provisorische Baracken, in denen die ersten Badegäste das warme Wasser erleben konnten. Bald wurde das Provisorium durch ein Doppelbassin und Liegeräume ergänzt, ein erster Schritt hin zum späteren Kurort.

Das Thermalbad Zurzach gewann rasch an Bekanntheit und entwickelte sich zu einem beliebten Ort für Gesundheit und Erholung. Schon damals zeigte sich: Das Thermalwasser ist nicht nur eine Quelle des Wohlbefindens, sondern auch ein Motor für den Ausbau des Gesundheitsstandortes Zurzach.

1956 Zurzach Luftaufnahme
1957

Gründung der Stiftung Zurzacher Kuranlagen und Vermarktung des Zurzacher Wassers

Im Jahr 1957 gründeten Dr. Walter Edelmann und seine Frau Margrit Edelmann die Gemeinnützige Stiftung Zurzacher Kuranlagen. Ziel der Stiftung war es, die medizinische Weiterentwicklung des Kurortes Bad Zurzach langfristig zu sichern.

Ein weiterer Meilenstein folgte 1991 mit der Eröffnung des Fortbildungszentrums RehaStudy. Diese heute international anerkannte Institution widmet sich der Aus- und Weiterbildung von Physio- und Ergotherapeuten und geniesst in Fachkreisen hohes Renommee.

Parallel dazu begann die Erfolgsgeschichte des Zurzacher Wassers als Mineralwasser. Bereits ab 1957 wurde es durch die Kurwasser Vertriebs AG (heute Mineralquelle AG) vermarktet, ebenfalls unter massgeblicher Mitwirkung von Dr. Walter und Margrit Edelmann. Damit etablierte sich das Zurzacher Wasser nicht nur als Thermal- und Heilwasser, sondern auch als beliebtes Schweizer Mineralwasser.

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1964

Vom Turmhotel zum internationalen Kurort

Mit der Eröffnung des Turmhotels im Jahr 1964 und dem kontinuierlichen Aus- und Umbau des Thermalbads Zurzach veränderte sich das Gesicht des gesamten Bäderviertels nachhaltig.

In den darauffolgenden Jahrzehnten entstanden weitere Hotels und Kurangebote, die den Standort Schritt für Schritt aufwerteten.

So entwickelte sich Bad Zurzach innerhalb von nur einem halben Jahrhundert zu einem der führenden Schweizer Kur- und Thermalorte, vergleichbar mit internationalen Massstäben und weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

1965 Bauprovisorium
1971

Eröffnung des Freiluftbads und Pläne für ein Rheumazentrum

Die Thermalbad AG eröffnete das vom Architekten Walter Stüchelin entworfene Freiluftbad in Bad Zurzach. Mit diesem Neubau erhielt das Thermalwasser eine moderne Bühne, um seine wohltuende Wirkung für die Bevölkerung erlebbar zu machen.

Gleichzeitig stellte Dr. Walter Edelmann die Pläne für ein zukünftiges Rheumazentrum vor, das in unmittelbarer Nähe zum neuen Bad entstehen sollte. Ziel war es, die heilende Kraft der Therme nicht nur für Erholung und Wellness, sondern auch gezielt für die medizinische Behandlung zu nutzen.

Damit wurde ein wichtiger Grundstein gelegt: Die Therme von Bad Zurzach sollte künftig sowohl als Ort der Regeneration wie auch als medizinisches Kompetenzzentrum wahrgenommen werden.

1980 Thermalbad Winter
1973

Die Rheuma- und Rehabilitationsklinik Bad Zurzach: das Hauptwerk der Stiftung

Die Rheuma- und Rehabilitationsklinik Bad Zurzach gilt als das bedeutendste Projekt der Stiftung Zurzacher Kuranlagen. Sie wurde 1973 in Betrieb genommen und hat sich seither kontinuierlich weiterentwickelt.

In den vergangenen Jahrzehnten ist die Klinik stetig gewachsen und zählt heute zu den führenden Spezialkliniken der Schweiz im Bereich Rheumatologie und Rehabilitation.

Mit ihrem medizinischen Know-how und der direkten Verbindung zum heilkräftigen Thermalwasser ist sie ein zentraler Baustein in der Erfolgsgeschichte des Kurorts Bad Zurzach.

1985

Der Hanjos-Anbau der Rheuma- und Rehabilitationsklinik Bad Zurzach

Neben dem Hauptgebäude der Rheuma- und Rehabilitationsklinik Bad Zurzach wurde ein moderner Anbau errichtet, der zusätzlichen Raum für zentrale Bereiche bietet: Vortragssaal, Therapiebad, Therapieräume, Labor, Forschung und Bibliothek.

Der Neubau wurde zu Ehren seines Schöpfers, des Architekten Hanjos, benannt und trägt seitdem seinen Namen.

Im Januar wurde der von Architekt Hanjos gestaltete Süd-Bau offiziell eröffnet. Er beherbergt Therapie- und Schulungsräume, Forschungsräume sowie einen Vorlesungssaal und ergänzt damit die medizinische und wissenschaftliche Infrastruktur der Klinik optimal.

1991

REHAstudy: Innovative Weiterbildung für medizinisch-therapeutische Berufe

Das Bildungszentrum REHAstudy in Bad Zurzach bietet seit 1991 praxisorientierte und innovative Weiterbildungen für Physio- und Ergotherapeuten an.

Im Jahr 2008 wurde mit dem Standort Winterthur ein weiteres Bildungszentrum eröffnet, um die Aus- und Weiterbildungsangebote regional zu erweitern.

REHAstudy geniesst einen hohen Bekanntheitsgrad als qualitätszertifiziertes Weiterbildungszentrum im Bereich der medizinisch-therapeutischen Berufsbildung und gehört auch international zu den anerkannten Institutionen in diesem Sektor.

1991 Fortbildungszentrum
2018

Spatenstich zum Bau für das neue Thermalbad

Im April erfolgte der Spatenstich zum Bau für das neue Thermalbad, das Wohn- und Ärztehaus sowie der Start des Umbaus der Gesundheitsklinik im Verenahof-Geviert. Das alte Parkhaus wurde zurückgebaut und Aushubarbeiten getätigt. Durch die Baulogistikplanung gab es zusätzliche Herausforderungen. Auch wurden ab 2020 im Zuge der Coronapandemie, Baumaterialien verspätet geliefert.

So wurde die Eröffnung des neuen Thermalbads auf den Spätherbst 2021 verschoben, nachdem sie ursprünglich noch 2020 hätte stattfinden sollen. Das Projekt kostet am Ende rund 180 Millionen Franken.

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2021

Eröffnung der Therme Fortyseven

Eröffnung der Wellness-Therme FORTYSEVEN 

Die Wellness-Therme FORTYSEVEN wurde im Jahr 2021 in Baden eröffnet und setzt seitdem neue Massstäbe im Bereich Entspannung, Erholung und Wellness. Unter der architektonischen Leitung von Mario Botta entstand eine moderne und einzigartige Wellness-Therme, das das mineralreichste Thermalwasser mit innovativen Wellness-Konzepten verbindet.

Das FORTYSEVEN bietet vielfältige Angebote, von grosszügigen Thermalbecken über individuell gestaltete Saunabereiche bis hin zur Kosmos-Erlebniswelt für Körper und Geist. Sie ist zu einem neuen Aushängeschild für Baden geworden und zählt zu den modernsten Wellnessdestinationen der Schweiz.

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2022

Therme Zurzach: modernisiert, nachhaltig und vielseitig

Am 28. April 2022 wurde aus dem bisherigen Thermalbad Zurzach offiziell die Therme Zurzach, rund 67 Jahre nach der ursprünglichen Eröffnung. Mit dem neuen Namen wird der Vielseitigkeit der Therme als Wellness- und Gesundheitsstandort Rechnung getragen.

Die Therme Zurzach bietet Schweizweit das grösste Wellness-Angebot und ist ein Wohlfühlort für alle Generationen. Gäste können hier die Kraft des Thermalwassers für ihre nachhaltige Gesundheit nutzen und gemeinsam entspannte Momente geniessen.

Thermalbad Aussenansicht
2022

Re­ha­kli­nik Ba­sel nimmt Be­trieb auf

Am 1. Juli 2022 eröffnete ZURZACH Care in Basel ihre elfte Rehaklinik, spezialisiert auf internistische und onkologische Rehabilitation. Die Klinik ist ins Claraspital integriert, aber eigenständig, und steht allen Patientinnen und Patienten offen, unabhängig von Wohnort oder Versicherung.

Im Neubau Hirzbrunnen stehen zunächst 27, ab September 2025 45 Betten zur Verfügung. Das Team umfasst 28 Mitarbeitende aus Medizin, Pflege, Therapie und Administration. Die Klinik vereint Expertise in onkologischer Rehabilitation, innerer Medizin, Rheumatologie, postoperativer Betreuung und Schmerztherapie.

ZURZACH Care legt Wert auf regionale Verankerung und moderne Infrastruktur mit grosszügigen Ein- und Zweibettzimmern.
 

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2023

Eröffnung der Rehaklinik im Spital Limmattal

ZURZACH Care eröffnet am 20. Dezember 2023 die Rehaklinik im Spital Limmattal. Nach zweijähriger Planungs- und Bauzeit bietet die Klinik moderne neurologische Rehabilitation auf hohem medizinischem Niveau. Die Zusammenarbeit mit dem Spitalverband Limmattal, inklusive zertifizierter Stroke Unit, stärkt die integrierte Versorgung vor Ort und sichert akutnahe sowie rund-um-die-Uhr Betreuung für Patientinnen und Patienten.

Spital Limmattalspital Ausschnitt Parkseite Restaurant Header
2025

Verkauf des Aqualons

Am 14. Mai 2025 hat der Gemeinderat der Stadt Bad Säckingen beschlossen, das Aqualon zu rekommunalisieren. Für die Stiftung war es von Beginn an wichtig, den Betrieb in verlässliche Hände zu übergeben und die Mitarbeitenden langfristig abzusichern, ein Ziel, das mit dem Verkauf an die Stadt Bad Säckingen erreicht wurde.

Am 30. Juni verabschiedete sich die Stiftung offiziell von allen Mitarbeitenden, und am 1. Juli 2025 erfolgte die offizielle Übergabe der Schlüssel. Die Rekommunalisierung ist ein nachhaltiger Schritt für die Region, die Bevölkerung und die Zukunft des Standorts.
 

Aqualon therme

Von der Entdeckung des Thermalwassers zur führenden Gesundheitsdestination

Was mit einer zufälligen Quelle in Bad Zurzach begann, entwickelte sich zu einer einzigartigen Erfolgsgeschichte: Aus dem heilsamen Thermalwasser entstand ein Zentrum für Gesundheit, Erholung und Innovation, das weit über die Region hinausstrahlt.

Die Geschichte von Bad Zurzach ist eng mit einer besonderen Entdeckung verbunden: dem heilsamen Thermalwasser. Was zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch Zufall bei Bohrungen ans Licht kam, entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten zu einem Motor für Gesundheit, Erholung und wirtschaftliche Entwicklung in der ganzen Region. Dank dem unermüdlichen Einsatz von Pionieren wie Dr. Martin Erb und Dr. Walter Edelmann gelang es, die Thermalquelle zu erschliessen und für die Bevölkerung nutzbar zu machen. Mit den ersten einfachen Badeanlagen begann eine Erfolgsgeschichte, die Bad Zurzach in kurzer Zeit zu einem der bedeutendsten Kurorte der Schweiz machte.

Auf dieser Grundlage entstanden im Laufe der Jahre zahlreiche Einrichtungen, die weit über das klassische Thermalbad hinausgehen. Von der Gründung der Stiftung Zurzacher Kuranlagen über die Eröffnung der Rheuma- und Rehabilitationsklinik bis hin zum Aufbau des Bildungszentrums REHAstudy hat sich die Region Schritt für Schritt zu einem führenden Standort für Prävention, Rehabilitation und Wellness entwickelt. Auch die Erfolgsgeschichte des Zurzacher Mineralwassers nahm hier ihren Anfang.

Mit Projekten wie der modernen Therme Zurzach, der Wellness-Therme FORTYSEVEN in Baden oder dem kontinuierlichen Ausbau von ZURZACH Care wird diese Tradition bis heute weitergeführt. Die Stiftung versteht es, Bewährtes zu bewahren und zugleich innovative Wege zu gehen, stets mit dem Ziel, Gesundheit und Lebensqualität für die Menschen in der Region und weit darüber hinaus zu fördern.

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