ZURZACH CARE-FORSCHUNG ZEIGT

Zusammenhang zwischen Schlafapnoe und Aneurysmen

Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe wiesen grössere Aneurysmen auf und benötigten häufiger blutdrucksenkende Medikamente.

Schlafapnoe
Intrakranielle Aneurysmen und Schlafapnoe Eine Frage von Grösse und Druck?

Eine Frage von Grösse und Druck?

Eine Forschungskooperation unter Leitung von Dr. med. Sebastian Zaremba (ZURZACH Care) und der Universitätsklinik Bonn weist darauf hin, dass obstruktive Schlafapnoe das Wachstum intrakranieller Aneurysmen begünstigen könnte.

Aus der Forschung von Dr. med. Sebastian Zaremba, Forschungsabteilung ZURZACH Care und KSM Luzern

Schlafapnoe ist eine häufige, unterschätzte Schlafstörung mit ernsten gesundheitlichen Folgen. Insbesondere die obstruktive Schlafapnoe (OSAS) erhöht das Risiko für Bluthochdruck, der wiederum mit der Entstehung, dem Wachstum und Ruptur von intrakraniellen Aneurysmen (IAs) im Gehirn in Verbindung steht. Symptome von Schlafapnoe treten bei IA-Patienten häufig auf. Jedoch gibt es bisher nur wenige Studien, die die tatsächliche Häufigkeit und die Auswirkungen von objektiv gemessener Schlafapnoe bei dieser Patientengruppe erforschen. 

In Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik Bonn (Deutschland) führte Dr. med. Sebastian Zaremba, Chefarzt Klinik für Schlafmedizin, ZURZACH Care, die Forschungsarbeit durch. 

Die Studie analysierte Daten von Patienten, die sich zwischen 2016 und 2019 in den Kliniken für Neurochirurgie und Neurologie des Universitätsklinikums Bonn vorgestellt hatten.

Der Fokus lag auf Patienten mit intrakraniellen Aneurysma (IAs), um die Verbindung zwischen obstruktiver Schlafapnoe, Bluthochdruck und der Entstehung von IAs zu untersuchen. Mithilfe nächtlicher Atemüberwachung wurde die Schlafapnoe bewertet, und es wurden Analysen in Bezug auf Aneurysmagrösse und Blutdruckmedikation zwischen mit und ohne Schlafapnoe gezogen. Zusätzlich wurden retrospektiv das Aneurysmawachstum und das Rupturrisiko analysiert. 

Die Ergebnisse der Studie weisen darauf hin, dass Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe grössere IAs aufweisen und mehr blutdrucksenkende Medikamente einnehmen müssen. Dies legt nahe, dass Schlafapnoe das Wachstum von IAs beschleunigen könnte. Daher sollte Schlafapnoe bei Patienten mit IAs in der medizinischen Beurteilung berücksichtigt werden. Es bedarf weiterer Forschung, um die genauen Auswirkungen von Schlafapnoe auf IAs und deren Verlauf besser zu verstehen.